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10.10.2016 14:32 Alter: 4 yrs
Kategorie: Schulnews

Wandertag der Klasse 1ba/1bf


An der SOB gestartet, ging die Wanderung mit ca. einem einstündigen Fußmarsch am geschützten Landschaftsteil Erawäldle (Rest eines Eichen-Hainbuchen-Waldes) im Stadtteil Rieden vorbei, welches als Naturschutzgebiet ausgewiesen wird und als Biotop gilt. Da es sich dabei um einen wichtigen Mosaikstein handelt, ist er ein wertvoller ökologischer Trittstein und wird auch Reliktwald genannt.

Weiter ging es dann durch den Rieder-Tunnel unter dem Hohenrücken (ehemaliger Eisenbahn-Tunnel der Bregenzerwald Bahn - eingestellt 1983), der jetzt seit 1994 als Rad- und Fußwanderweg gilt.

Vorbei am städtischen Krankenhaus, der Vorarlberger Landesbibliothek und dem St. Gallus Stift ging es dann weiter in Richtung Altstadt.

Nach einem kurzen Aufenthalt bei der Pfarrkirche St. Gallus liefen wir dann weiter, vorbei am schmälsten Haus Europas (57cm breit). Mit Bewunderung staunten wir über die prachtvollen, zum Teil mit Blumen geschmückten Fassaden der Altstadt. Wie aus dem Nichts, standen wir dann vor unserem Ziel dem Kunsthaus Bregenz.

Im Kunsthaus erwartete uns dann eine Ausstellung des ägyptischen Künstlers Wael Shawky der in Alexandria geboren wurde. Berühmt wurde er an der Biennale 2011 in Istanbul, als er seinen Film Cabaret Crusades vorstellte. Als Grundlage diente ihm ein Buch des libanesisch-französchischen Literaten Amin Maalouf, der die Kreuzzüge des Mittelalters aus arabischer Perspektive nacherzählte.

Wael Shawky nutzt Marionetten als Akteure und selbstgebaute Bühnen als Spielstätten. Die Holzfiguren stammen zum Teil aus dem 18. Jahrhundert, andere wurden aus Keramik neu gefertigt. Neuerdings werden die Marionetten aus Glas gegossen (Murano) und in leuchtenden Vitrinen wie stumme Ahnen und schrullige Geister präsentiert. In den Filmen bzw. Geschichten geht es hauptsächlich um Städte wie Kairo, Aleppo und Damaskus, wo es heute noch blutige Auseinandersetzungen gibt.

Nach der beeindruckenden Führung ging es dann Richtung Untergeschoss, wo wir dann an einem Workshop teilnehmen durften. Dabei konnte man die künstlerische Ader mancher Mitschüler sehr gut erkennen. Der Großteil von uns war mit der Herstellung von Marionetten beschäftigt, andere wiederum auf ihre Art künstlerisch tätig und sehr kreativ.

Nach einem gelungenen Tag im Kunsthaus, der bei allen Beteiligten sehr großen Anklang und Begeisterung auslöste, ging es dann ins Gösserbräu.

Bei einer gemütlichen Runde, bei gutem Essen und Trinken, tollem Gesprächsaustausch und Humor, ließen wir den Tag ausklingen.

 

Gemeinsam haben wir den Tag verbracht - gemeinsam sind wir stark

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