Kunst am Bau


Am Donnerstag, 14. September 2006, wurden anlässlich Kunst am Bau die beiden Werke "Symbol der Handreichung" Granitskulptur von Herbert Meusburger, Bizau und "Kreuzung" von Armin Rupprechter, Bizau durch Stadträtin Judith Reichart und Dr. Karoline Artner vom Schulträger Werk der Frohbotschaft Batschuns, der Öffentlichkeit vorgestellt.

 

"SYMBOL der HANDREICHUNG"

Herbert Meusburger

Mein Projekt für die Lehranstalt für Sozialberufe in Bregenz sieht zwei miteinander verbundene Granitformationen vor, die jeweils ca. zwei Meter lang und ein Meter hoch sind und sich so aufeinander zu bewegen, dass sie einen rechten Winkel beschreiben.
Die zwei skulpturalen "Schienen" bestehen formal aus vertikal und horizontal gesetzten, quaderförmigen Balken, die durch Aussparungen, wie man sie von der alpinen Blockbauweise her kennt, miteinander verbunden sind. Im Winkel, respektive am Schnittpunkt sind die beiden architektonischen Elemente durch eine spezielle Eckverbindung miteinander "verkettet".
In der Art der Reihung und Verzahnung der modularen Teile ergibt sich das Bild eines Granitrasters, der durch rohe und geschliffene Teile farblich rhythmisiert wird.
Inhaltlich soll die Granitinstallation die Symbolik des Verbindenden transportieren - im Sinne etwa einer Handreichung zwischen Gesunden und Kranken. So verschränken sich die zwei im rechten Winkel aufeinander zu bewegenden Formationen wie zwei Hände ineinander. Auch im Wechsel von bearbeitetem und unbearbeitetem Material kann diese Verbindungssymbolik gelesen werden.
Die konstruktivistisch-architektonische Anlage , die aus den räumlichen Verhältnissen vor Ort heraus entwickelt wurde, kann auch funktional genutzt werden. Etwa als temporäre Ablagefläche oder als Ort der Begegnung und Kommunikation.

 

 

"KREUZUNG"

Armin Rupprechter

In Assoziation ein Gedicht von Thomas Bernhard:

Das Jahr ist wie das Jahr vor tausend Jahren
wir tragen den Krug
und schlagen den Rücken der Kuh
wir mähen und wissen nichts vom Winter
wir trinken Most und wissen nichts

bald werden wir vergessen sein
und die Verse zerfallen
wie Schnee vor dem Haus

Das Jahr ist wie das Jahr vor tausend Jahren
wir schauen in den Wald
wie in den Stall der Welt
wir liegen und flechten Körbe
für Äpfel und Birnen
wir schlafen
während unsere beschmutzten Schuhe
vor der Haustür verwittern.

Das Jahr ist wie das Jahr vor tausend Jahren
wir wissen nichts
wir wissen nichts vom Untergang
von den versunkenen Städten
vom Strom

in dem Pferde und Menschen ertrunken sind.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"HAND IM LIFT"

Das Gemälde des Künstlers Pepi Hanser
steht für Kontakt und Nähe,
Berührung und Austausch.
Die Farben signalisieren kreative Vielfalt.